21.11.2016
  • English Translation

    Teréz is Nearly There

    During our Danube Networkers trip to Hungary at the beginning of September 2016, we met Teréz at the market in Baja. She was selling dried herbs and invited us to visit her at her herb farm.

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    After the Danube Networkers left on the train back to Ulm, we rented a car and spent an additional week in Hungary. After a few days in Eger we decided to drive back to Pécs to learn more about the city and, on the way, to visit Teréz. She was a bit surprised that we had taken up her invitation so soon. Fortunately, our rental car was an SUV and we had no trouble driving the sandy and bumpy paths that led to her herb farm, well outside Baja.

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    Teréz, also called Teresa, told us her life story and showed us her farm. Teréz was born twenty kilometres (or twelve miles) away in Nadwar and was raised by her grandmother, who had german roots. Teréz told us that during her professional life in Austria she learned a lot about Sepp Holzer’s permaculture and studied a book by Eva Aschenbrenner, the herb expert from Kochel who died in 2013.

    In 2007, Teréz could begin to realise her dream. She got nearly a hectare of land (about two and a half acres) and a rather scruffy property for a good price. Steadily, she redeveloped the house, bought a pump for the well and fitted solar panels and a storage battery. She refitted the large shed and recently installed a baking oven in the small shed.  Teréz gets wild herbs from the nearly two and a half hectares (about six and a third acres) of meadow that she has leased from the local authority for twenty years.

    She’s had a lot to learn. In the early years, Teréz couldn’t find a place in the market for her organically grown herbs. So she went back to work as a geriatric nurse for a few years in order to save money to keep her dream alive. Several years ago, organic agriculture and products found a place in the Hungarian market.

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    Teréz wants to be as self-sufficient as possible, so she also keeps some animals on her farm.

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    On her land, Teréz grows her own herbs and harvests wild ones. Among her assortment are thirty-eight culinary herbs and eight medicinal herbs. These include basil, elder, yarrow, toad-flax, goldenrod, shepherd’s purse, arabis and chickweed, to name a few. She also produces pumpkin oil.

    Teréz dries and sells most of her herbs at markets in Hungary or on the internet.

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    Teréz hasn’t quite realised her full vision. She wants to enlarge the smaller shed with the baking oven so that she can give classes to school-children. The classes will be on organic agriculture and animal husbandry, the use of herbs and baking bread. The broad aim of the classes is to help children learn to value nature through increased familiarity.

    The baking oven is wood-fired, but it can also be used to dry fruit using solar power. We go to witness the first attempt.

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    In her renovated and cosily furnished house, Teréz uses a magnificent stove for cooking and also for heating the house in colder weather.

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    Teréz is happy to be living as she wants and has, at fifty-nine, nearly fully realised her dream. An enviably satisfied woman.

    (photographs an text: Dr. Wolfgang Doster,
    optimisation of the English version: Eamonn O’Leary)

  • Original Language

    Teréz ist fast angekommen

    Während unserer Ungarnreise mit den Danube Networkers Anfang September 2016 haben wir auf dem Mark in Baja Teréz kennengelernt. Sie verkaufte dort getrocknete Kräuter und hat uns eingeladen, sie auf ihrem Kräuterhof zu besuchen.

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    Nachdem die Danube Networkers mit dem Zug nach Ulm abgefahren waren, haben wir uns mit einem Mietwagen noch eine Woche in Ungarn aufgehalten und beschlossen, nach einem Aufenthalt in Eger nach Pécs zurück zu fahren und auf dem Weg Terés zu besuchen. Sie war etwas überrascht, dass wir ihrer Einladung so schnell Folge geleistet haben. Glücklicherweise hatten wir als Mietwagen einen SUV und damit keine Probleme, über holprige sandige Wege den weit außerhalb von Baja liegenden Kräuterhof von Terés zu erreichen.

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    Teréz oder auch Teresa erzählte uns ihre Geschichte und zeigte uns ihren Hof.  Teréz wurde im 20 km entfernten Nadwar geboren und ist bei der Großmutter aufgewachsen. Die Großmutter hatte deutsche Wurzeln. Teréz hat während ihrer Berufstätigkeit in Österreich sich auch an der Permakultur von Sepp Holzer und am Buch der 2013 verstorbenen Kräuterfrau Eva Aschenbrenner von Kochel am See  orientiert.

    2007 konnte Teréz die Verwirklichung ihres Traumes angehen. Sie hat das 1 ha große Gelände und das ziemlich heruntergekommene Anwesen günstig gekauft. Schritt für Schritt wurde das Wohnhaus saniert, eine Pumpe für den Brunnen angeschafft, Solarpanele und eine Speicherbatterie. Der große Schuppen wurde wiederhergerichtet und in dem kleinen offenen Gebäude erst kürzlich ein Backofen eingebaut. 2,5  ha umgebende Wiese hat sie von der Stadt für 20 Jahre gepachtet, dort wachsen viele Wildkräuter.

    Sie musste auch vieles lernen. In den ersten Jahren kam sie mit ihrem ökologischen Anbau auf dem Markt nicht an. Sie schob dann wieder ein paar Jahre Arbeit als Alten- / Krankenpflegerin ein, um weiteres Geld anzusparen. Seit ein paar Jahren werden auch auf dem ungarischen Markt ökologischer Landbau und die Produkte angenommen.

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    Sie möchte möglichst Selbstversorgerin sein und hat deshalb auch einige Tiere auf ihrem Hof.

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    Teréz baut Kräuter an und erntet Wildkräuter auf ihren Grundstücken. 37 Sorten Kräuter und 8 Sorten Heilkräuter umfasst ihre Ernte. Um nur einige zu nennen: Basilikum, Holunder, Schafgarbe, Krötenflachs, Goldrute, Hirtentäschel, Gansgras, Vogelmiere und andere. Auch Kürbiskernöl ist in ihrem Angebot.

    Die meisten der Kräuter trocknet sie und verkauft sie dann auf dem Markt oder in Ungarn auch über das Internet.

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    Teréz ist noch nicht ganz angekommen. Sie möchte das offene Gebäude, in dem kürzlich ein Backofen eingebaut wurde, noch etwas erweitern und dort auch  Kurse für Schüler veranstalten um ihnen ökologischen Anbau und Tierhaltung, Gebrauch von Kräuter und Brotbacken, ganz allgemein die Natur näher zu bringen und wieder mehr zu schätzen lernen.

    Der Backofen kann als Backofen mit Holz beheizt werden, er kann aber auch über ein Solarpannel erwärmt und zum  Dörren von Obst verwendet werden. Den ersten Versuch haben wir miterlebt.

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    In ihrem behaglich eingerichteten renovierten Haus wird auf einem schönen Herd gekocht, er sorgt auch für die notwendige Wärme, wenn es draußen kühler wird.

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    Teréz ist glücklich, wie sie leben kann und ist mit ihren 59 Jahren fast dort angekommen, wo sie hinmöchte. Eine beneidenswerte zufriedene Frau.

    (Bilder und Text: Dr. Wolfgang Doster)

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